Aktuelles: Juan Almonte Herrera

 

"All die Karten und Grüsse waren das schönste Geschenk, seitdem mein Mann Juan verschwunden ist. Vielen Dank, daß Ihr Juan nicht vergesst und ihn in der ganzen Welt bekannt macht."

Ana Montilla, Frau von Juan Almonte Herrera

 

 

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist seit einigen Monaten das Schicksal von Juan Almonte Herrera (* 04.08.59) aus der Dominikanischen Republik. Juan Almonte Herrera ist seit dem 28.09.2009 verschwunden. Er wurde zuletzt gesehen, als er Berichten zufolge von vier Männern entführt wurde, die von Augenzeugen als Polizeibeamte identifiziert wurden.

Seit seinem Verschwinden wurden seine Familie und seine Anwälte wiederholt von Polizeibeamten verfolgt und beobachtet. Juan Almonte Herrera wurde möglicherweise Opfer des „Verschwindenlassens“.

 

Juan Almonte Herrera war Mitglied der Nicht-regierungsorganisation Comité Dominicano de los Derechos Humanos (Dominikanisches Kommittee für Menschenrechte). Nach Angaben der Anwälte seiner Familie war er gerade auf dem Weg zu dem Büro, in dem er als Buchhalter arbeitete, als er von vier bewaffneten Männern angehalten wurde. Sie zwangen ihn in ein Auto einzusteigen und fuhren mit ihm weg.

 

Die Ziele unserer Arbeit hierzu sind:

• Juan Almontes Familie soll erfahren, was mit ihm geschehen ist.

• Falls er sich in Haft befindet, muss er sofort freigelassen werden bzw. muss wegen eines tatsächlichen Tatbestands offiziell Anklage gegen ihn erhoben werden.

• Die für sein Verschwinden Verantwortlichen müssen vor Gericht gebracht werden.

• Seine Familie und Anwälte müssen den notwendigen Schutz erhalten, wenn sie dies wünschen.

 

Kurz-Dossier

Ein Kurz-Dossier zu Juan Almonte Herrera finden Sie in diesem PDF-Dokument.

 

Gesichteraktionen

Unsere Gesichteraktionen mit Bad Honnefer Bürgern sehen Sie hier.

 

 

Gruppentreffen

Die Treffen der Bad Honnefer Amnesty-Gruppe finden regulär im Gemeindehaus der Ev. Kirche Bad Honnef, Luisenstr. 13 (neues Gebäude) statt, jeweils montags um 20 Uhr.

 

Achtung: Das Teffen am 26. Oktober 2020 im Bunten Haus, Krachsnussbaumweg muss aufgrund der Covid-19-Entwicklung entfallen und wird stattdessen online via Zoom abgehalten. Den Link gibt es auf Anfrage, Email genügt: amnesty-honnef@gmx.de

 

 

Veranstaltungen

 

Covid-19-Regeln

Aufgrund der Covid-19-Pandemie bitten wir Sie zu Veranstaltungen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, auf den Mindestabstand zu achten und sich vor dem Eintreten o. Teilnehmen die Hände zu desinfizieren.

 

09.11.2020, 18 Uhr

Gedenken an November-Pogrome 1938

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 fand in ganz Deutschland ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung statt. Die NS-Propaganda stellte diese Gewaltaktion als spontanen "Ausbruch des Volkszorns" dar, nachdem der deutsche Diplomat Ernst vom Rath in Paris von dem 17-jährigen Polen Hershel Grynszpan erschossen worden war.

 

Die Ausschreitungen waren der vorläufige Höhepunkt der Angriffe auf Juden in Deutschland und Österreich. Bei diesem Gewaltakt zerstörten die Täter mehrere hundert Synagogen und verwüsteten etwa 7.500 Geschäfte. Mindestens 400 Menschen verloren dabei ihr Leben. Rund 30.000 jüdische Bürger wurden in Konzentrationslager gebracht.

 

Die Pogromnacht bedeutete einen vorläufigen Höhepunkt antisemitischer Gewaltherrschaft. Es war das erste Mal, dass Krawalle gegen Juden in Deutschland in diesem Umfang organisiert und von Massenfestnahmen begleitet wurden.

 

Unser Bürgermeister Otto Neuhoff läd zu einer Gedenkveranstaltung an die Novemberpogrome 1938 ein. Wir treffen uns am 09.11.2020 um 18:00 Uhr an der Synagogentafel in der Unteren Kirchstrasse in Bad Honnef.